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Heinrich Herzig

Heinrich Herzig

Heinrich Herzig
von Michèle N.

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Heinrich Herzig wurde am 28. Juni 1887 in Rheineck geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Rheineck an der Feldlistrasse, wo er mit seinen Eltern und seinem Bruder unter einfachsten Verhältnissen lebte. Schon früh hatte er den Traum, Kunstmaler zu werden, doch er erlernte zuerst den Beruf des Stickereizeichners, welchen er dann einige Zeit ausübte.
Erst mit 21 Jahren reiste er nach München, um sich von 1908 bis 1914 zum Kunstmaler ausbilden zu lassen. Danach kam er wieder zurück in die Schweiz, wo er mal in Rheineck, mal in Altstätten wohnte.
1916 zog er ein weiteres Mal nach München, wo er grösstenteils bei seinem Bruder wohnte b_ground.jpgund als Stickereientwerfer arbeitete, aber auch Bilder malte. Zahlreiche seiner Werke verblieben nach dem Tode seines Bruders bis heute hinter dem inzwischen entstandenen «Eisernen Vorhang».
1918 kehrte Herzig zurück nach Rheineck, wo ihm die Gemeinde ein Atelier zur Verfügung stellte. Dieses steht noch heute unter der alten Burg. Er arbeitete als Kunstmaler und unterrichtete eine Zeit lang auch an der Realschule, wie die Sekundarschule damals noch hiess. 1921 heiratete er Ida Bänziger, die ihm zwei Kinder schenkte.
1959 verschlechterte sich sein Augenleiden, so dass er fast erblindete. Dank einer Operation gelang es einem bekannten Arzt, sein Auge wieder in Ordnung zu bringen. Im selben Jahr wurde ihm das Ehrenbürgerrecht von Rheineck verliehen. Nach einem reich erfüllten Leben starb Heinrich Herzig am 16. August 1964. Noch heute erinnert eine nach ihm benannte Strasse an den Künstler.

Herzigs Schaffen
Herzig ging von Anfang an seinen eigenen Weg. In seinen späteren Lebensjahren schuf er ausser Aquarellen und Ölbildern auch Holzschnitte, Glasmalereien, Keramik, Plakate, Weinetiketten, Buchillustrationen, Urkunden, Glückwunschkarten, Theaterkulissen, Festflaggen, Kostüme, Töpfe; auch waren einige Restaurants mit einem von Herzig verzierten Service ausgerüstet. Am liebsten malte er jedoch mit Öl- und Wasserfarben. Seine Bilder wirkten humorvoll und warm, manchmal war der Farbton eher gedämpft und dunkel. Bei seinem Deutschlandaufenthalt bevorzugte er eine Malart mit starren Pinselzügen in alten technischen Malarten. Nach seinen unzähligen Italienaufenthalten lockten ihn die Motive aus dem Süden. Er zeichnete mit zarten, natürlichen Farben und bemühte sich um ein einheitliches Bild und warme Farbverwendung.
In seiner Heimat malte er oft Anekdoten aus dem täglichen Leben, Hintergründigkeiten aber auch viele Alpenlandschaften, die ihm bei seinen Spaziergängen in den Bergen gefallen haben. So malte er den Rathaussaal von Rheineck mit Bildern aus dem täglichen Leben aus. Seine Wandmalereien sind heute noch in den Schulhäusern Berneck, Rheineck und Wartau und im Wirtshaus "Adler" in Teufen zu sehen. Seine Kunst brachte er aber auch am Rhy- und Untertor in Rheineck zum Vorschein, indem er sie auf der Innenseite mit seinen Bildern bemalte.

Einige seiner Werke
- Winter bei Wolfhalden (gemalt wenige Wochen vor dem Tode)
- Bauriet (eines seiner allerletzten Werke)
- Gant im Appenzellerland (Ölgemälde, 1948)
- Rheineck, die kleine Stadt
- Am alten Rhein (gemalt 1949)
- Der Campanile von Olivone
- Schneelandschaft (gemalt 1917)
- Studie nach Natur (gezeichnet 1951)
- Mutter und Kind im Rheintal (1957)
- Familie im Bergwald

 

Text und Bilder von der Oberstufe Rheineck: Heinrich Herzig

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